Der Begriff Placement kann nicht einfach mit „Platzierung“ übersetzt werden, da er nur bedingt etwas damit zu tun hat. Generell bezeichnet der Suchmaschinenoptimierer die Schaltung von Adwords, und dabei den Text der speziell für den Kunden angelegt wird, als Placement. Abgeleitet hat sich die Bedeutung vom Begriff „Product Placement“, also der möglichst vorteilhaften Platzierung der eigenen Werbung für die Zielgruppe. Als schlechtes Product Placement bezeichnet man Beispiele, die komplett an der Zielgruppe vorbeigehen. Versucht man zum Beispiel, dem Land Indien getrocknetes Rindfleisch anzubieten, würde man dort auf wenig Gegenliebe stoßen.
Anhand der Placements, die bei der Schaltung von Adwords erstellt werden, erkennt man den professionellen Adwords-Spezialisten vom Laien, der diese Schaltung zum ersten Mal vornimmt. So gibt es Schlüsselbegriffe, welche besondere Reize bei der Zielgruppe auslösen und damit die Konversion der Anzeige verbessern sollen. Zudem kann das Placement, also die eigene Werbung, auch durch das Budget in seiner Wirkung beeinflusst werden. Steht die Werbung beispielsweise auf der Seite 1 der Suchergebnisse, jedoch ganz unten, wird die Werbung weniger effektiv verlaufen als ein Placement der Konkurrenz, das stets ganz oben platziert wurde.
Doch auch bei der organischen Suche kann man das eigene Placement beeinflussen. So sorgt eine gezielte Definition des Title-Tag sowie des Meta-Tag Description bei vielen Suchmaschinen dafür, dass man das eigene Erscheinungsbild innerhalb der organischen Suche mitbestimmen kann. Steht beispielsweise in der Überschrift des Suchergebnisses stets nur „Zinnowitz, Zinnowitz“ und es gibt keinen Bezug zum Hotel des Besitzers, könnte der Suchende annehmen, es handele sich hier um die Webseite des Ortes Zinnowitz und nicht um eine Unterkunft, die um Buchungen buhlt.